Christiane Erhardt
Dipl. Ing. agrar

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Während meiner Auslandsaufenthalte konnte ich das amerikanische Fütterungssystem kennen lernen. Dieses hat im Vergleich zu europäischen Systemen den Vorteil, die Ration im Bereich der Kohlenhydratfraktionen besser auf den Bedarf der Tiere abstimmen zu können. Noch wichtiger als die Rationsberechnung finde ich die in USA entwickelten Controllingsysteme (BCS, Kotbeurteilung, Schüttelbox ... ) nach denen man die Ration sehr gut beurteilen und verbessern kann.
Auf den folgenden Seiten können Sie sich einen groben Überblick über ‚meine Fütterungsphilosophie' machen. Fütterungsberatung ist für mich immer an die betriebliche Situation gekoppelt. Deshalb enthalten die Seiten auch keine konkreten Vorschläge.

Hohe Leistungen in der Tierhaltung sind das Resultat einer sehr guten Tiergesundheit!

Wenn  auch Sie noch die folgenden Symptome kennen ....

  • Enttäuschende Leistung und Umtriebsrate > 25%
  • mangelhafte Persistenz
  • schlechte Fruchtbarkeit
  • Nachgeburtsverhalten
  • Milchfieber
  • Klauenprobleme
  • Sprunggelenkentzündungen
  • Kälberverluste
  • Umweltbedingte Euterprobleme........

.... dann sollten Sie ihre Fütterung überprüfen lassen!
Grundsteine für eine hervorragende Tiergesundheit sind eine optimierte Fütterung und Umweltgestaltung, sowie die Stressminimierung. Damit verbessert man recht einfach aber nachhaltig die Wirtschaftlichkeit der Milchviehhaltung.



6 Faktoren die die Futteraufnahme beeinflussen:

  1. Genetik:  Man kann auf höhere Futteraufnahme züchten. Die Erblichkeit liegt zwischen 23 und 39%. Dieses Merkmal wird allerdings zur Zeit leider kaum züchterisch bearbeitet.
  2. Training: Die Futteraufnahmekapazität, die Pansenbakterien sowie die Pansenzotten (Möglichkeit, die Nährstoffe aufzunehmen) kann trainiert werden
  3. Milchleistung: Je höher die Milchleistung, desto höher ist die Futteraufnahme der Kuh. Je höher die Futteraufnahme, desto mehr Nährstoffe stehen für die Milchbildung zur Verfügung.
  4. Futterration: nur eine ausbalancierte, tiergerechte und schmackhafte Futterration kann von den Kühen optimal verdaut werden. Dadurch steigt das Futteraufnahmevermögen
  5. Management: die Futtervorlagetechnik bestimmt Fresslust oder Frust bei den Kühen. Häufiges Ranschieben von frischem, kaltem Futter lockt die Tiere zum Fressen.    23 Stunden am Tag muss Zugang zu frischem Futter möglich sein.       
  6. Kuhkomfort: ideale Liegeplätze, Anordnung der Tränken und Platz am Fressgitter sowie für die Tiere die Möglichkeit, die soziale Rangfolge in der Herde  zu respektieren führt zu besserer Futteraufnahme sowie Wiederkauaktivität.                             
       


Rationskennwerte          Wundermittel           Jungviehaufzucht